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Cocktail- und Spirituosentrends 2026 – Was die Bars im DACH-Raum jetzt wirklich bewegt

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Wer in der Bar- und Spirituosenszene arbeitet, spürt es bereits seit Monaten: Die Branche befindet sich mitten in einer spannenden Phase. Vieles entwickelt sich weg von Überinszenierung und hin zu echten Erlebnissen, hochwertigen Produkten und einer neuen Form von Lockerheit. 2026 setzt diese Entwicklung fort – und zwar deutlich spürbar im gesamten deutschsprachigen Raum. In diesem Artikel teile ich meine Beobachtungen aus zahlreichen Gesprächen mit Barkeepern, Produzenten, Barchefs und Gästen sowie aus aktuellen Branchenreports.

Der Artikel richtet sich an Barkeeper und deren Gäste, Gastronomen, Bar-Enthusiasten und Marken, die wissen möchten, welche Themen in den kommenden Monaten an Bedeutung gewinnen.


1. „Ungezwungen gut“ – Das Barerlebnis rückt wieder in den Vordergrund


Der wichtigste Trend 2026 ist aus meiner Sicht keiner, der im Shaker passiert, sondern rundherum: Gäste suchen wieder entspannte Abende in Bars, in denen sie sich wohlfühlen und nicht das Gefühl haben, Teil einer Show zu sein.

Ein bekannter Barkeeper aus dem deutschsprachigen Raum brachte es kürzlich treffend auf den Punkt: „Gäste mögen gute Drinks – aber sie kommen wegen des Gefühls.“


Was das konkret für Bars bedeutet

  • Weniger Inszenierung, mehr Echtheit - Keine übertriebenen Rituale, keine abgehobenen Menüs.

  • Kompetenter, aber unaufdringlicher Service - Der Gast soll sich gesehen fühlen, aber nicht beobachtet.

  • Klarere, kürzere Karten - 8–12 Signature-Drinks sind oft besser als 20.

  • Musik, Licht, Stimmung - Gäste 2026 achten stärker darauf, ob die Bar „easy“ wirkt.



2. Low- und No-Alcohol Drinks werden anspruchsvoller


Alkoholfreie & alkoholarme Drinks (Low ABV) sind längst kein Randthema mehr – 2026 werden sie qualitätiv so gut, dass sie nicht als Ersatz empfunden werden.

Zebra Striping wird dabei zu einer beliebten Alternative in der Bar.


Gäste erwarten inzwischen:

  • komplexe Aromen (Umami, Botanical-Layer, Fermentation),

  • elegante Präsentation,

  • eine ähnliche Wertigkeit wie bei klassischen Cocktails.


Warum der Trend 2026 besonders stark ist

  • Immer mehr Gäste wollen „ein zweites oder drittes Getränk“, ohne zu viel Alkohol zu konsumieren.

  • Tagsüber (Brunch, Meetings, After-Work) steigt die Nachfrage.

  • Viele Bars nutzen die Chance, um eigenständige No-ABV Signature Drinks zu kreieren statt bei alkoholfreien Getränken auf die bekannten Standards zu setzen.


    Vier Gläser mit Cocktails auf einer Bar

3. Pre-Mix, Batch & Convenience – aber in Premiumqualität


2026 wird ein Jahr der Effizienz hinter den Bars. Pre-Mix & Batch-Cocktails haben ihr Billig-Image endgültig verloren und werden nun bewusst genutzt, um:

  • Qualität zu sichern,

  • Servicezeiten zu verkürzen,

  • Stoßzeiten besser zu meistern.


Voraussetzung: Batching darf nicht nach „Abkürzung“ klingen, sondern nach professioneller Vorbereitung.


Welche Cocktails sich 2026 besonders fürs Pre-Mixing eignen


Durch den Trend entstehen mehr hybride Servicemodelle: schnelle Signature-Serves kombiniert mit kreativen à-la-minute Drinks.


4. Tequila & Mezcal – Qualität vor Quantität


Der Hype flacht ab – und das ist gut so.

2026 steht nicht mehr Wachstum im Vordergrund, sondern Differenzierung.


Tequila und Mezcal bleiben gefragt, aber Gäste interessieren sich zunehmend für:

  • Herkunft

  • Produktionsweisen

  • Agavenvarietäten

  • Nachhaltigkeit

  • Transparenz der Destillerien


Es entsteht eine neue Generation von Gästen, die Agavenspirituosen bewusst und interessiert konsumiert.


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5. Nachhaltigkeit & Regionalität – nicht als Trend, sondern als Haltung


Im DACH-Raum wächst der Wunsch nach regionalen Spirituosen und transparenten Herstellern.

Viele Bars setzen 2026 auf:

  • lokale Brennereien,

  • selbstgemachte Sirups & Shrubs,

  • saisonale Garnituren,

  • nachhaltige Verpackung & weniger Glasverbrauch.


Gäste honorieren diese Haltung – und Barteams können dadurch eine einzigartige Identität aufbauen.


6. Bitter & Citrus – die aromatische Handschrift 2026


Die Aromatik vieler neuer Drinks 2026 lässt sich so zusammenfassen:

Nach Jahren fruchtiger Drinks bewegt sich die Szene wieder in Richtung Balance, Struktur und Tiefe.


Die Renaissance der Bitterliköre und italienisch inspirierten Aperitivo-Kultur unterstützt diese Entwicklung.


7. Das Equal-Parts-Revival – inspiriert von Klassikern


Ein unterschätzter, aber extrem präsenter Trend 2026 ist die Rückkehr zu gleichgewichtigen Rezepturen. Die Szene besinnt sich wieder auf das, was Drinks wie den Paper Plane oder den Last Word so erfolgreich machte:

  • harmonische Balance,

  • einfache Reproduzierbarkeit,

  • klares aromatisches Profil,

  • ideal zum Batch-Mixing und Pre-Mixing geeignet.


Viele neue Signature-Drinks 2026 folgen bewusst diesem Schema.



8. Erlebnisse statt Einzelbestellungen – Tastings, Workshops, Cocktailkurse


Der Eventcharakter wird wichtiger: Gäste buchen 2026 vermehrt Erlebnisformate, darunter:

Für Bars und Betriebe sind diese Formate:

  • margenträchtig,

  • marketingstark,

  • ideal zur Stammgäste-Entwicklung.


Gläser für eine Whisky Verkostung
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9. Technologie, KI & digitale Menüs – aber zurückhaltend eingesetzt


Digitale Unterstützung ist 2026 selbstverständlich, jedoch dezent. KI hilft bei:

  • Menüoptimierung

  • Flavor-Pairings

  • schnelleren Rezeptvarianten

  • besseren Allergie-/Präferenzanpassungen


QR-Codes dienen mehr dem Storytelling als dem Bestellen. Entscheidend bleibt, dass Technologie nicht das Barerlebnis ersetzt, sondern ergänzt.


Fazit - Cocktail und Spirituosentrends 2026: Es wird ein Jahr der Balance

Wenn man die Trends 2026 im DACH-Raum auf einen Punkt bringt, dann diesen:


Bars werden lockerer, Drinks werden klarer, Gäste werden bewusster.


Es geht um:

  • entspannte Atmosphäre,

  • hochwertige Produkte,

  • echtes Storytelling,

  • präzise Techniken,

  • und Erlebnis statt Show.


Wer diese Cocktail und Spirituosentrends versteht und authentisch umsetzt, positioniert sich 2026 hervorragend – egal ob klassische Bar, modernes Barkonzept oder Hotelbetrieb.

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