Dry Shake & Reverse Dry Shake: So gelingt die perfekte Cocktailschaumkrone
- Mate KENDE

- 23. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Dez. 2025
Manchmal reicht ein einfacher Wet Shake, also das klassische Cocktailshaken mit Eis nicht aus, um einem Drink das gewisse Etwas zu verleihen.
Die feine, cremige Schaumkrone eines Whiskey Sour, Clover Club Cocktail oder Pisco Sour entscheidet über Textur, Aroma und den ersten Eindruck – noch bevor der Gast den Drink probiert.
Wer schon einmal versucht hat, einen Sour mit Eiweiß, Aquafaba oder anderen Eiweißalternativen perfekt aufzuschäumen, weiß: Es ist ein bisschen wie Zauberei durch Muskelkraft - gepaart mit Technik (und nein, ich rede jetzt nicht von Spindelstabmixern und Milchaufschäumern)
Es gibt eben zwei Techniken, die Profi-Bartender nutzen, um die perfekte Schaumkrone zu erzeugen: den Dry Shake und den Reverse Dry Shake.
Beide Methoden eignen sich für Cocktails mit frischem Eiweiß (oder veganen Alternativen) und sorgen für eine besonders schaumige Konsistenz und cremige Textur.

Dry Shake – klassisch und zuverlässig
Der Dry Shake ist die klassische Methode, um einen stabilen Schaum zu erzielen.
Schritt für Schritt funktioniert er so:
Shaken ohne Eis: Alle Zutaten, inklusive Eiweiß (oder Aquafaba, o.Ä.), kräftig schütteln. So wird Luft eingearbeitet und das Eiweiß aufgeschlagen.
Shaken mit Eis: Eiswürfel hinzufügen und erneut kräftig shaken, um den Drink zu kühlen und noch mehr Luft hineinzubringen und damit aufzuschäumen.
Double Strain: Mit zwei Sieben (Strainer und Fine Strainer) in das Glas abseihen, um Eis- und Fruchtreste zu entfernen.
Vorteile des Dry Shake:
Solide, stabile Schaumkrone für Cocktails mit Eiweiß richtig aufschäumen
Gleichmäßige Textur für klassische Whiskey Sour oder Amaretto Sour
Schnell umsetzbar, zuverlässig für Bars und Home-Bartender
Reverse Dry Shake – die Technik für die perfekte Schaumkrone
Der Reverse Dry Shake wird in modernen Bars immer häufiger eingesetzt.
Die Methode sorgt für besonders dichten, cremigen Schaum:
Shaken mit Eis: Zutaten inklusive Eiweiß (Aquafaba, o.Ä.) zunächst mit Eis kräftig schütteln.
Double Strain in einen zweiten Shaker: Flüssigkeit ohne Eis vom ersten Shaker in einen/den zweiten abseihen.
No-Ice-Shake: Nochmals kräftig ohne Eis shaken.
Abseihen ins Glas: Den Cocktail mit Schwung in das Glas gießen, damit der Schaum nicht an der Innenseite des Shakers bleibt.
Warum der Reverse Dry Shake so beliebt ist:
Perfekte Schaumkrone bei Pisco Sour, Whiskey Sour oder Clover Club
Dicht, cremig, optisch besonders ansprechend
Funktioniert auch hervorragend mit pflanzlichen Eiweißersatzprodukten
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Reverse Dry Shake die feinere, stabilere Schaumkrone ergibt – perfekt für Cocktails, bei denen Textur, Optik und Geschmack gleichzeitig beeindrucken sollen.

Tipps für perfekten Cocktailschaum
Eiweiß oder Aquafaba richtig temperieren: Zu kalt schäumt schlechter
Säure hinzufügen: Zitronen- oder Limettensaft unterstützt die Schaumbildung.
Double Strain anwenden: Eisreste und Fruchtpartikel stören die Schaumstruktur.
Geduld beim Shaken: Kraft, Technik und Zeit sind entscheidend – ein guter Cocktailschaum braucht eben etwas Zeit.
Schwung beim Eingießen: da der Schaum leichter ist als der Cocktail und sich dadurch eher oben im Shaker befindet, kann es beim zu langsamen Eingießen des Cocktails in das Glas passieren, dass der Schaum im Shaker "nach hinten wandert" und sich hinter die Eiswürfel legt und nicht mit ins Glas fließen kann.
Mit diesen Tipps für den perfekten Cocktailschaum könnt ihr gleich Cocktails wie Ramos Gin Fizz, Clover Club oder Pisco Sour probieren.
Fazit – meine Erfahrung
Für mich persönlich: Der Reverse Dry Shake erzeugt die dichteste, stabilste Schaumkrone. Drinks wirken eleganter, die Textur ist samtiger – kleine Unterschiede, die jeden Cocktail auf ein nächstes Level heben.
Wenn du noch mehr über Cocktailtechniken wie Dry Shake, Reverse Dry Shake oder Double Strain lernen möchtest, schau dir meine Cocktailkurse an.






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