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Eis im Cocktail: Warum Barkeeper so viel Eis verwenden

Aktualisiert: vor 1 Tag

Manchmal sind es nicht nur die Zutaten, die einen Cocktail großartig machen, sondern auch das Eis – und wie man es einsetzt.


Wie bei einem Spitzenkoch, der warme Gerichte auf vorgewärmten Tellern serviert, sorgt richtiges Eis dafür, dass ein Drink perfekt temperiert, ausgewogen und erfrischend ist.


Doch warum verwenden Barkeeper eigentlich so viel Eis? Wollen sie sparen oder steckt ein tieferer Grund dahinter? Und warum kommt bei manchen Drinks überhaupt kein Eis ins Glas?

In diesem Artikel werden diese Fragen beantwortet und erklärt, welche Eisarten es gibt und warum Eis im Cocktail mehr bewirkt als nur Kälte.


cocktail wird in ein Glas mit klaren Eiswürfel gegossen

Warum Barkeeper so viel Eis im Cocktail verwenden – Sparen oder cleverer Trick?


Viele Gäste vermuten, Barkeeper würden durch die Zugabe von viel Eis in den Shaker oder den Cocktail bei den Zutaten sparen wollen. Die Realität ist jedoch: Eis ist ein Werkzeug, kein Kostenfaktor.

  • Temperaturkontrolle: Cocktails werden oft aus Zutaten gemixt, die an der Bar stehen und daher Raumtemperatur haben. Viel Eis kühlt die Zutaten also den Drink schneller auf Trinktemperatur herunter ohne diesen zu stark zu verwässern.

  • Kontrollierte Verdünnung (dilution): Ein Drink sollte weder wässrig noch zu konzentriert sein. Eis sorgt dafür, dass Spirituose, Sirup und Säure im richtigen Verhältnis zusammenkommen.

  • Textur & Mundgefühl: Besonders bei Drinks mit Eiweiß oder Sahne sorgt das richtige Eis bei der Zubereitung für eine stabile Schaumkrone und eine angenehme, samtige Textur.

Vielleicht hast du dich schon gefragt: Wollen Barkeeper wirklich sparen, weil sie so viel Eis in den Shaker geben? Ganz im Gegenteil: Eis ist ein entscheidender Faktor, um Cocktails perfekt zu temperieren, das Aroma zu balancieren und die richtige Verdünnung zu erzielen.

Warum manche Drinks gar kein Eis enthalten


Nicht jeder Drink profitiert von Eis im Glas:

  • Straight-Up-Cocktails: Klassische Martinis oder Manhattans werden ohne Eis serviert, um die filigranen Aromen nicht zu überdecken.

  • Sours & Fizzes: Beim Shaken sorgt Eis für Kühlung und die gewünschte leichte Verdünnung, im Glas wird oft auf zusätzliche Eiswürfel verzichtet. Klassisch wurden diese Drinks zwar kalt, aber ohne Eis im Glas serviert. Der Grund, man hat sie nicht langsam und Schluck für Schluck genossen - vielmehr waren sie als "Shot" bevorzugt.

  • Trinkgeschwindigkeit: Heute findet man diese Cocktails oft auch "on the rocks", also mit Eiswürfeln serviert im Glas. Dies hat damit zu tun, dass man diese Drinks heute heute eher nicht auf ex trinkt sondern genießt. Das Eis im Glas hilft, die Temperatur gekühlt zu halten. Manche Cocktails wie der klassische Martini oder der Peruanische Pisco Sour werden so gemixt, dass sie beim Servieren in vorgekühlten Gläsern die ideale Trinktemperatur und Verdünnung haben – Eis im Glas (zum Beispiel zu kleines, zu wenig Eis) würde den Drink schnell und unnötig verändern.



Die wichtigsten Eisarten in der Bar


Je nach Cocktail wählen Barkeeper unterschiedliche Arten von Eis:

  • Eiswürfel (Ice Cubes): Standard in den meisten Drinks, ideal für Cocktails, Highballs oder Longdrinks.

  • Große Würfel (Big Cubes): Schmelzen langsamer, perfekt für Spirituosen die „on the rocks“, also mit Eiswürfel serviert werden

  • Crushed Ice: kennt man bei Cocktails wie Mojito oder Caipirinha (Anmerkung: die eigentlich klassisch mit Eiswürfeln) zubereitet werden oder Tiki-Drinks. Crushed Ice kühlt zwar schnell, verwässert aber leichter den Drink und ist durch die große, rauhe Oberfläche Todesurteil für Kohlensäure.

  • Sphären / Kugel-Eis (Ice Ball): Ästhetik trifft Funktion - besonders wenn sie durchsichtig wie Glas sind, langsam schmelzend


Warum Eis mehr bewirkt als nur Kälte


Eis ist mehr als Dekoration: Es reguliert Temperatur, Verdünnung und Textur, verstärkt Aromen und sorgt dafür, dass jeder Schluck optimal schmeckt. Wer schon einmal einen Sour oder einen Old Fashioned mit perfekt temperiertem Eis genossen hat, weiß, wovon die Rede ist.


Fazit: Eis macht den Unterschied – bewusst genießen


Eis ist kein Luxus, sondern ein Handwerkszeug, das jeden Drink verbessert. Wer einmal versteht, warum Barkeeper so viel Eis verwenden und welche Formen am besten funktionieren, kann auch zuhause Cocktails auf Profi-Niveau zubereiten.


Wenn du noch tiefer in die Technik hinter perfekten Drinks eintauchen willst, sind meine Cocktailkurse ideal: Ob für Freunde, Team-Events oder Junggesellenabschiede – hier lernst du alles rund um Shaken, Rühren und natürlich den cleveren Einsatz von Eis.

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