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Zebra Striping: So mixst du alkoholfreie und alkoholische Drinks stilvoll für jeden Anlass

Manchmal sind es nicht die großen Trends, die das Barleben verändern, sondern die kleinen cleveren Ideen, die plötzlich alles einfacher und katerfreier machen. Zebra-Striping – also das bewusste Abwechseln zwischen alkoholischen und alkoholfreien Drinks – ist genau so ein Konzept: unkompliziert, alltagstauglich und für viele ein echter Gamechanger.


Als ich vor über 20 Jahren mit dem Mixen begonnen habe, bestanden alkoholfreie Drinks wie der Coconut Kiss aus Fruchtsäften und Sirupen – heute würden wir diese wohl „Mocktails“ nennen. Die Auswahl in den Bars war damals meistens begrenzt, die Kreativität auch und wurden solche Mocktails meist stiefkindlich behandelt. Heute steht uns ein breites Repertoire zur Verfügung – alkoholfreie Highballs, Shrubs, botanische Mixer oder Sours mit pflanzlichem Schaum –, und das macht Zebra-Striping besonders spannend.


Falls du Zebra-Striping noch nicht kennst oder die Grundidee detailliert kennenlernen möchtest, findest du in meinem ausführlichen Basisartikel Zebra-Striping: Alternative zum Dry January alle Hintergründe.


Glas mit Mocktail und orangen Deko

Zebra-Striping in der Praxis: So funktioniert es richtig


1. Ein alkoholischer Drink – ein alkoholfreier Drink Das klassische Muster funktioniert bei Cocktails, Highballs oder Longdrinks gleichermaßen. Beispiel: Ein Gin Basil Smash gefolgt von einem alkoholfreien Basil Highball. Durch die Variation bleibst du geschmacklich dabei, aber reduzierst deinen Alkoholpegel.


2. „Flavor Pairing“: Gleiche Aromen, unterschiedliche Stärken Das Geheimnis guter Zebra-Striping-Menüs: gleiche Aromen, andere Alkoholintensität. So bleibt der Geschmack konsistent, aber die Wirkung variiert:

  • Alkoholfreier Nojito → klassischer Daiquiri

  • Apfel-Highball ohne Alkohol → Bourbon-Whiskey Smash


3. Cocktail-Menüs für Fortgeschrittene

Ein 4-Gang-Menü mit Zebra-Striping wirkt nicht nur raffiniert, sondern auch bewusst:

  1. Aperitif (alkoholisch - low ABV, dh. mit wenig Alkohol): French 75 Light oder der Hugo Spritz

  2. Zwischengang (alkoholfrei): Citrus Highball

  3. Hauptgang (alkoholisch): Tommy’s Margarita oder Negroni Sbagliato

  4. Digestif (alkoholfrei): Spicy Ginger Shrub oder Kräuter-Highball


    So bleibt der Abend geschmacklich ausgewogen und unterhaltsam.


Welche alkoholfreien Drinks passen perfekt zu Zebra Striping?


Nicht alle alkoholfreien Drinks müssen süß oder „kindlich“ wirken. Mit dem richtigen Konzept kannst du erwachsene, aromatische Kompositionen schaffen, die sich ideal für das abwechselnde Trinken eignen:


  • Alkoholfreie Highballs mit Kräuter- oder Zitrusnoten

  • Alkoholfreie Sours mit pflanzlichem Schaum

  • Botanische Getränke ohne Alkohol (z. B. mit Wermutwürze, Tee oder Kräutern)

  • Shrubs und Verjus-Drinks für Tiefe und Komplexität

  • Tee-basierte Mixgetränke, z. B. ein Earl Grey Sour ohne Alkohol


Diese Drinks können problemlos in dein Zebra Stripe-Menü integriert werden, ohne dass du gleich ein riesiges No-Alkohol-Lager an diversen Zutaten brauchst.


Cocktailglas mit Minze
Nojito Cocktail

Zebra-Striping für Bars: Wirtschaftlicher Trend mit Potenzial


Zebra-Striping bringt nicht nur Geschmacksvorteile für Gäste, sondern auch echte betriebswirtschaftliche Chancen:

  • Gäste bleiben länger, weil sie abwechseln und nicht ständig neue alkoholische Drinks benötigen.

  • Gäste fühlen sich am nächsten Tag besser – das führt zu höherer Kundenzufriedenheit und Loyalität.

  • Mit ausgewählten alkoholfreien Premium-Drinks kannst du deinen Umsatz stabilisieren oder sogar steigern, ohne ein riesiges No-Alkohol-Sortiment zu führen.


Außerdem ermöglicht Zebra-Striping Bars, bewusste Trinktrends wie Low & No Alcohol oder Meaningful Drinking aufzugreifen, ohne dass diese wie ein Kompromiss wirken.


Fazit: Meaningful Drinking statt Verzicht – Zebra Striping macht’s möglich


Zebra-Striping ist nicht nur eine optische schwarz/weiß Spielerei – es ist ein Konzept für modernen, bewussten Genuss. Wer heute Drinks abwechselt, kombiniert und gezielt trinkt, lebt nicht weniger, sondern oft mit mehr Achtsamkeit und Freude.


Es geht darum, Genuss neu zu denken: nicht als „alles oder nichts“, sondern als bewusste Balance. Das ist Meaningful Drinking – und genau das macht Zebra-Striping zur perfekten Strategie für eine Zukunft mit mehr Geschmack, weniger Reue und maximalem Erlebnis.


Wenn du Lust hast, diese Ideen auch praktisch einmal umzusetzen, ist mein Cocktailkurs in der Gruppe ideal: ob mit Freunden oder als Teamevent – gemeinsam mixen macht einfach mehr Spaß.


Glas mit alkoholfreiem Gurken Cocktail

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