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Dirty Dump Cocktails: Die Technik, die Eis, Schaum und Aromen ins Glas bringt

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Manchmal sind es nicht die ausgefallenen Rezepte oder Zutaten, die einen Drink besonders machen – sondern die Technik, wie dieser Cocktail zubereitet wird bzw. wie er ins Glas kommt.


Dirty Dump ist genau so eine Technik: also eine Methode, bei der der Inhalt des Shakers nach dem Shaken mitsamt Eis, Kräutern, Fruchtstücken oder Schaum direkt ins Servierglas gekippt wird. Klingt wild? Ist es auch – aber es macht Cocktails auf eine überraschend aromatische, frische und Weise lebendiger.


Dirty Dump - also das Eingießen eines Drinks mit den selben Eiswürfeln, die man auch im Shaker bei der Zubereitung des Cocktails verwendet hatte
Der Cocktail wird mit Hilfe eines Strainers, der die Eiswürfel zurückhält, aus dem Shaker über frische Eiswürfel in das Glas gegossen

Definition: Was Dirty Dump bei Cocktails genau bedeutet


Dirty Dump Cocktails bedeuten: Nach dem Shaken oder Rühren wird der Drink mit dem Eis, mit dem der Cocktail zuvor zubereitet wurde ins Glas gegeben. Das heißt, ohne zuvor zu strainen (sieben) wie beim aktuellen "Shake & Strain" bzw. auch "Double Strain" oder "Fine Strain". So landet alles – inklusive feiner Schaumkrone oder den zerdrückten Zutaten (Muddled Ingredients) – im Glas. Anders eben als beim klassischen Strain-Verfahren.


Kontext & Geschichte: Warum Dirty Dump wieder relevant wird


Früher war Dirty Dump Standard in den meisten Bars – schnell, unkompliziert und ideal, wenn die Eiswürfelmaschine schnell mal an ihre Leistungsgrenze gelangte.

Mit dem Boom der Craft-Cocktails verschwand die Methode zugunsten filigraner Präsentation und „sauberer“ Gläser.


Heute erlebt Dirty Dump ein Comeback: vor allem Hobby-Mixer, aber auch moderne Bars nutzen die Technik, um Drinks lebendig, frisch und aromatisch zu servieren, ohne dass sie langweilig wirken.

neon sign cocktail

Wann macht der Dirty Dump Sinn bei einem Cocktail?


Nicht jeder Drink ist für Dirty Dump geeignet. Generell funktioniert die Technik besonders gut bei:

  • Cocktails mit Muddled Ingredients wie Kräuter, Früchte oder Gewürze (solange durch das muddlen/zerstoßen die Stücke nicht zu klein geworden sind und beim Trinken stören würden)

  • Drinks mit Schaum (z.B. Tiki-Cocktails mit Ananassaft, Sours mit Eiweiß) – hier landet der Schaum vollständig im Glas und nicht nur als Rest im Shaker

  • Getränken, die nicht straight up, also ohnehin mit Eis im Glas serviert werden


Nicht geeignet ist Dirty Dump bei klassischen Martinis und Cocktails in Nick & Nora-Gläsern oder Coupetten, wo Eiswürfel im Gästeglas aus vielen Gründen unpraktisch und unpassend wären. Auch nicht empfehlen würde ich den Dirty Dump, wenn der Cocktail im Shaker mit Hohleiskegel (Fingerhut Eiswürfel) zubereitet wurde, die durch das Shaken schon in kleine Stücke zerbrochen sind und den Drink dadurch schneller verwässern würden.


Vorteile & Nachteile: Warum Dirty Dump sich nicht für alles Cocktails eignet


Vorteile:

  • Volles Aroma & Textur: Kräuter, Früchte und Schaum bleiben erhalten

  • Schnellere Zubereitung: der Drink wird direkt aus dem Shaker ins Glas gegossen und kann serviert werden – ideal bei hohem Gästeaufkommen


Nachteile:

  • Ästhetik: Der Drink wirkt durch das beim Shaken zum Teil zerbrochene Eis „weniger elegant“

  • Verdünnung: bzw. Dilution, da das Eis durch seine primäre Kühlwirkung beim Shaken bzw. dem Herunterkühlen der Zutaten schon an Volumen verloren hat und kleiner ist verwässert es im Glas dann schneller, als wenn man den Drink über frische, große Eiswürfel gießen würde.


Fazit: Dirty Dumping selbst ausprobieren


Dirty Dump Cocktails sind mehr als nur ein "Trick" um Eis zu sparen. Diese Technik kann auch Aroma, Schaum und Textur perfekt ins Glas bringen. Probiere einfach bei deinem nächsten Cocktailabend oder bei deinem Dienst an der Bar folgendes aus: Bereite vom gleichen Cocktail zwei Versionen. Einen der Drinks servierst du mit dem Eis aus deinem Shaker und gießt ihn als "Dirty Dump" in das Glas. Den Inhalt des zweiten Shakers dann wie gewohnt "Shake & Strain" über frische Eiswürfel in ein anderes Glas. Betrachte und verkoste die Unterschiede und mach dir selbst ein Bild, ob Dirty Dump eine Alternative bei der Zubereitung von deinen nächsten Cocktails sein könnte.


Wenn du einmal nicht Lust hast, selbst Cocktails zu mixen, informiere dich hier über unser Cocktail Catering Angebot.

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