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Whisky selber machen & DIY Whisky zuhause: Anleitung, Tipps und Chancen

Glas mit Whisky, der selbst gemacht wurde
Sherry Finish - Johnnie Walker Red Label

Whisky zuhause selber machen: Warum junge Whiskys ideal für DIY Projekte sind


Whisky ist für viele ein Getränk mit Geschichte, Komplexität und Charakter. Die Aromen, die wir lieben – Vanille, Karamell, Gewürze – entstehen zu etwa 70 Prozent durch die Fasslagerung.


Diese Lagerung ist für Hersteller jedoch sehr kostspielig: 

Kapital liegt lange in Lagern, Fässer müssen angeschafft und gepflegt werden, und der sogenannte Angel’s Share, die Verdunstung während der Lagerung führt zu jährlichen Verlusten von 1-10 % des Fassinhaltes.

Deshalb werden viele Whiskys bereits in jungen Jahren, nach deren Mindestlagerzeit in Flaschen abgefüllt, bevor sie ihre volle Komplexität entwickeln.


Genau diese jungen Whiskys bilden aber eine hervorragende Basis für DIY Whisky:

Sie lassen sich zuhause kreativ veredeln, ohne lange Lagerzeiten abwarten zu müssen. So kannst du deine Hausbar erweitern und eigene Geschmacksprofile entdecken – legal, nachvollziehbar und mit jeder Menge Spaß.


In diesem Artikel erfährst du, wie du Whisky selber machen kannst, welche Basis-Spirituosen sich eignen, wie Holzfinish wirk und welche Erfahrungen andere Whisky-Fans mit DIY-Projekten wie der Soak Staves Box gemacht haben.


Warum viele Whiskys neutral schmecken – Grain-Anteil, Lagerung & Fasswirkung


Viele Whiskys, die du im Handel findest, wirken neutral und wenig komplex. Die Gründe:

  • Hoher Grain-Anteil: Günstige Whiskys (z.B. Blended Scotch Whiskys aus dem Supermarkt) enthalten oft große Mengen Grain Whisky, der in Kolonnenbrennblasen destilliert wird. Er ist leichter und weniger aromatisch als Malt Whisky.

  • Kurze Lagerzeit: Blends oder einfache Irish Whiskeys reifen vergleichsweise kurz.

  • Fehlendes Finishing: Viele günstige Whiskys werden nicht mehrfach, also in 2 verschiedenen Holzfässern bzw. aromatischen Fässern gelagert (gefinished) in denen zuvor Sherry, Port, oder Rum gelagert wurde.


Wie Fasslagerung Aromen entwickelt


Whisky erhält seine typischen Noten wie Vanille, Karamell und Röstaromen durch den Kontakt mit Eichenholz. Während der Reifung zieht er Aromastoffe wie Tannine, Lignine und Vanillin aus dem Holz. Gleichzeitig verdunstet jährlich ein Teil der Flüssigkeit – der Angel’s Share – wodurch sich verbleibende Aromen konzentrieren. Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen lassen das Fass „atmen“: Whisky zieht ins Holz, zieht sich zurück und nimmt neue Geschmacksstoffe auf.


Was bedeutet „Whisky selber machen“?


DIY Whisky heißt nicht, dass du Whisky neu destillierst – das ist gesetzlich streng geregelt. Es bedeutet vielmehr:

  • Einen fertigen Basis-Whisky, Rum, Tequila, Gin oder neutralen Alkohol verwenden

  • Mit Holzstäben oder anderen Techniken den Geschmack individuell gestalten

  • Eigene Aromen testen und anpassen

So kannst du Whisky zuhause selbst kreativ beeinflussen und eigene Varianten entwickeln.


Flaschen mit Holzstücken - fass in der flasche
Soak Staves mit 3 unterschiedlichen Finishings

Basis-Whisky & Materialien für DIY Whisky


Für dein DIY-Projekt eignen sich:

  • Junge Single Malts im Pot Still: intensiv, aromatisch-fruchtig durch die Destillation, jedoch mit verhältnismäßig wenig Fasseinfluss

  • Destillate auf Basis von Grain-Alkohol: flexibel, günstige Basis (Blended Scotch Whiskys oder Irish Whiskeys, aber auch Bourbon Whisky, der vom Gesetz her immer nur in frischen - zuvor unbelegten Fässern - lagern darf.


Tipp: Je höher der Malt-Anteil, desto intensiver und komplexer der Geschmack.


Holzfinish zuhause – Chancen und Grenzen


Mit Holzstäben (z. B. Soak Staves Box) kannst du deinen Whisky zuhause veredeln:

Chancen:

  • Neue Aromen: Vanille, Karamell, Röstaromen

  • Kürzere Reifezeit: ca. 2 Wochen statt Jahre

  • Experimentierfreudigkeit: unterschiedliche Holzarten und Toasting-Level

Grenzen:

  • Nie identisch wie eine Fasslagerung

  • Dosierung und Zeit entscheidend für Geschmack

  • Experimentierfreude notwendig


Schritt-für-Schritt Anleitung zum DIY Whisky zuhause


  1. Basis-Whisky auswählen (junger Malt oder Grain, dh. Blended Scotch Whisky)

  2. Holzstäbe einlegen (wie bei der Soak Staves Box), oder Holzchips, Holzspiralen verwenden

  3. Aromenkontrolle wöchentlich, zwischendurch öfters vorsichtig schütteln

  4. Nach ca. 2-3 Holzstäbe, -chips entfernen, ggf. Wasser oder den Ausgangswhisky zur Feinabstimmung

Tipp: Die Kontaktzeit zwischen Holz und Whisky hängt auch vom Alkoholgehalt ab. - Empfehlung: ca. 40-46 Vol- %


Soak Staves – meine Idee hinter dem DIY-System


Während der Lockdowns 2020 standen meine Whisky-Tastings und Workshops still.

Mit über 20 Jahren Erfahrung im Whiskybereich entstand die Idee für Soak Staves: sorgfältig hergestellte Holzstäbe, die für 3 unterschiedliche Finishings sorgen. Diese sind nicht aus einem alten Fass geschnitten sind, aber mit viel Handarbeit hergestellt um aromatische Fassnoten an Destillate wie Whisky abzugeben.

„Warum nicht den Geschmack zuhause selbst gestalten?“

Dieses Konzept überzeugte auch die Jury bei 2 Minuten 2 Millionen und zeigte mir: Whisky-Fans wollen experimentieren und verstehen, wie Aromen entstehen.


Viele Whisky-Fans bestätigen: DIY Whisky macht Spaß, ist lehrreich und liefert überraschend gute Ergebnisse. (Erfahrungsberichte Soak Staves)


Mate Kende in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Soak Staves bei "2 Minuten 2 Millionen" - dem österreichischen Pendant zu "Höhle der Löwen" (Foto Gerry Frank)

Für wen eignet sich DIY Whisky?

  • Einsteiger: Whisky kennenlernen und experimentieren

  • Hobby-Whisky-Fans: Neue Aromen ohne teure Lagerung entdecken

  • Geschenkideen: Kreatives, individuelles Mitbringsel für Whisky Fans

  • Heimbar: Erweiterung der eigenen Hausbar imt einzigartigem Produkt


Häufige Fragen zum Thema Whisky selber machen (FAQ)


Wie lange dauert DIY-Finishing? 1–3 Wochen, je nach Holzart und gewünschtem Aroma.

Ist DIY Whisky legal? Ja, solange du keinen Alkohol selbst destillierst. Finishing auf Spirituosenbasis, deren Alkoholsteuer ja bereits beim Kauf abgeführt wurde ist erlaubt.

Wie viel Alkohol sollte der Basiswhisky haben? Rund 40 % Vol. – optimal für Aroma und Haltbarkeit.


Fazit – Whisky selber machen


DIY Whisky zuhause ist spannend, lehrreich und macht Spaß. Mit dem richtigen Basis-Whisky, Holzstäben und Geduld lassen sich eigene Aromen kreieren, die überraschen. Die Soak Staves Box ist ein einfaches Tool für den Einstieg.

Tipp: Schrittweise experimentieren, messen und Notizen machen – so entwickelst du dein perfektes DIY Whisky-Projekt.

Set zum whisky selber machen
Soak Staves Box

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