Miso & Umami: Warum herzhafte „Savory Cocktails“ die deutschsprachige Barszene 2026 erobern
- Mate KENDE

- 11. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Das einfache "süß-sauer" war gestern.
Wer heute in den Top-Bars von Wien, Zürich oder Berlin nach einem außergewöhnlichen Cocktail sucht, findet Zutaten auf der Karte, die man eher in einer Ramen-Bar vermuten würde.
Einer der absolute Spitzenreiter unter den neuen Trend-Zutaten für Cocktailrezepte 2026 ist Miso.
Die fermentierte Sojapaste bringt eine völlig neue Dimension ins Glas: Umami. Dieser „fünfte Geschmack“ sorgt für eine herzhafte Tiefe, die perfekt mit der Süße und Säure klassischer Drinks kontrastiert.

Die Basis für Einsteiger: Zuckersirup einfach selbst herstellen
Bevor wir uns an die exotischen Zutaten wagen, benötigen wir das Fundament fast jeder Hausbar: den Zuckersirup (auch Läuterzucker oder im Englischen oft Simple Syrup genannt).
Statt ihn teuer zu kaufen, kannst du ihn in zwei Minuten selbst machen:
Mische 1 Teil Wasser mit 1 Teil Zucker (z. B. 200g Zucker auf 200ml Wasser).
Erhitze die Mischung im Topf unter Rühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist.
Lass den Sirup abkühlen und fülle ihn in eine saubere Flasche. Er hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.
Miso-Sirup selber machen: Die Geheimwaffe für Umami-Cocktails zu Hause
Für den aktuellen Trend nutzen Profi-Bartender diesen Basissirup, um einen Miso-Sirup herzustellen. Das Salz im Miso wirkt wie ein Geschmacksverstärker – ähnlich wie eine Prise Salz im Karamell oder Schokoladenkuchen.
Anleitung: Verrühre 1 Teelöffel helles Miso (Shiro Miso) mit etwa 10 cl deines selbstgemachten Zuckersirups, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Dieser Sirup verleiht deinem Drink eine seidige Textur und eine unglaubliche Geschmackstiefe. (diesen Sirup kannst du auch für viele andere Miso Cocktails verwenden)
Warum herzhafte Drinks mit Chili und Miso gerade in Österreich trenden
Österreich hat eine tiefe Verwurzelung in herben und würzigen Geschmacksprofilen – man denke an klassische Kräuterbitter, Enzian oder kräftige Edelbrände. Der Trend zu Savory Cocktails greift diese Vorliebe auf und modernisiert sie.
Der Picante-Effekt: Schärfe aus Chili oder Ingwer sorgt für einen Endorphin-Kick, während Miso den Drink „rund“ macht.
Regionaler Twist: Probiere den Miso-Sirup in Kombination mit einem hochwertigen österreichischen Marillenbrand oder einem charakterstarken Gin aus unserem Sortiment. Die salzige Note des Miso hebt die Fruchtaromen der Marille auf ein völlig neues Level.
Rezept-Highlight: Der „Miso Maple Sour“ (eine trendige Whisky Sour Abwandlung für 2026)
Dieser Cocktail ist die perfekte Balance zwischen winterlicher Süße und moderner Salzigkeit.
6 cl Bourbon (oder kräftiger österreichischer oder deutscher Whisky)
3 cl frischer Zitronensaft
1,5 cl Ahornsirup
1 cl deines selbstgemachten Miso-Sirups
Garnitur: Eine getrocknete Zitronenscheibe und ein Hauch schwarzer Pfeffer.
Zubereitung: Alle Zutaten in einen Shaker geben, kräftig auf viel Eis schütteln und doppelt in einen mit Eis gefüllten Tumbler abseihen.
Fazit: Trau dich an das Herzhafte – Dein Upgrade für die Hausbar 2026
Die Cocktail-Welt wird erwachsener und experimentierfreudiger. Wir suchen heute nicht mehr den schnellen Zuckerschock, sondern handwerkliche Komplexität und überraschende Geschmacksmomente. Miso, Salz und dezente Schärfe sind keine Küchengeheimnisse mehr, sondern die neuen Werkzeuge für erstklassige Drinks. Egal, ob du ein Fan von klassischen Sours bist oder völlig neues Terrain betreten willst: Die Balance aus Umami und Spirituose wird dein Verständnis von Mixologie nachhaltig verändern.
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